Die ecuadorianische Langsamkeit hat mich inzwischen so vollkommen im Griff, dass ich es erst jetzt nach 2 Monaten schaffe einen Bericht zu schreiben.
So werde ich auch gleich beginnen:)
Am 15.03 kam der lang ersehnte Besuch meiner Eltern und meiner Schwester am Flughafen in Quito an. Obwohl ich eigentlich gluecklich war, stroemten die Traenen wie beim Abschied, dieses Mal aber vor Freude.
Nach einem Abstecher ins Hotel und in ein Café sind wir direkt ins historische Zentrum losgezogen. Nachdem ich meinen Besuch mehrmals darauf hingewiesen hatte, gut auf ihre Wertsachen aufzupassen, hat man mir doch glatt im ersten Bus meine Digi-Cam geklaut. Der Schock und der Aerger ueber sich selbst waren danach gross und die Ankunftsfreude erst einmal gedrueckt. Tapas mit Wein haben uns den Schreck, aber bald vergessen lassen.
Am Sonntag waren Bine, Sigi und Toni bei meinen Gasteltern zum Mittagessen eingeladen. Ich war extra nachts nach Hause gekommen, um am Morgen frueh zu helfen. Typisch ecuadorianisch ging alles sehr spaet los und so kamen wir vom Markt auch erst eine halbe Stunde vor Ankunft meiner Familie zurueck. Machte aber alles nichts, das Essen wurde dann etwas spaeter gereicht und in der Zwischenzeit haben meine Eltern und Sis sich mit meinem Gastvater auf Italienisch, mit Haenden und Fuessen und mit Hilfe meiner Uebersetzungskunst unterhalten. Zu Essen gab es traditionelle Fritada: fritiertes Schweinefleisch, Tortillas de Papa, Maduras(gebratene Bananen), Salat und Avocados.
Anschliessend sind wir noch zu dem Fussballspiel meiner Mannschaft gegangen und haben uns ein wenig den Ort Lumbisí angeschaut. Dann ging es wieder zurueck, weil wir am naechsten Tag frueh nach Galapagos aufbrechen mussten.
Galapagos
Acht Tage lang haben wir uns die Galapagosinseln von Boot, Land und Wasser angeschaut.
Diese Inseln sind ein einziges Paradies, welches es bestimmt nur einmal auf Erden gibt.
Die Natur und ihr Tiere sind unglaublich und noch viel unglaublicher ist es sie aus solches Naehe betrachten zu koennen.
Jeden Tag ging es auf eine neue Insel, die wir an Land erkundschaftet haben und beim Schnorcheln ihre Unterwasserwelt kennengelernt haben. Das Schnorcheln war ein besonderes Erlebnis, an welches ich mich am Anfang erst gewoehnen musste. Wir sind mit Robben, Pinguinen und Haien geschwommen und haben die schoensten Fische ueberhaupt gesehen. Eine Zeit lang wurde unser Boot auch von einer 50 koepfigen Delfinschule begleitet. Am urspruenglichsten waren wahrscheinlich die Land- und Wasserechsen, die wie aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen.
Unsere Crew und die anderen Passagieren waren sehr nett und interessant und haben sehr dazu beigetragen, dass diese Tour so unglaublich toll und erlebnisreich war.
Kueste
Von dem schoenen Guayaquil aus, von dem ich schon einmal berichtete, sind wir vier Tage an der Kueste in Richtung Norden gefahren.
Unsere Strecke glich von den Orten her meiner Dezembertour, jedoch haben wir vom Auto aus sehr viel mehr sehen und entdecken koennen und so war es auch fuer mich ein neues Erlebnis.
Wir haben zudem sehr die Zeit miteinander und die herrliche Sonne genossen.
Nach zwei Wochen Urlaub sind wir wieder in Quito angekommen und haben den letzten Abend mit meiner Schwester verbracht. Nach einem leckeren Abendessen sind wir beide mit dem ganzen Trupp an Voluntaeren ausgegangen. Zuerst hatten wir es unheimlich nett und lustig, nur als es dann zur gwoehlichen Diskussion kam, wo man denn nach drei Uhr hingehen koennte, wurde es etwas anstrengend und wir haben uns ins Hotel abgeseilt.
Das Wochenende haben wir mit einem grossen Shoppingausflug auf dem Otovalo-Markt und einem Besuch in den Thermalquellen von Papallacta verbracht.
Die anschliessende Woche musste ich wieder arbeiten und meine Eltern sind alleine rumgetourt.
Zum Abschiedsbesuch bei meinen Gasteltern gab es Meerschweinchen, welches meinen Eltern zum Glueck gemundet hat.
Somit waren drei Wochen Familienbesuch vorbei und ich wieder alleine in meiner geliebten ecuadorianischen Welt. So schoen es war die Familie hier zu haben und ihr mein Leben ein wenig zu zeigen, so war es auch gut wieder ohne sie zu sein, um meinen Alltag und mein eigenstaendiges Leben weiter zu fuehren.
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2 Kommentare:
Hannah: Schoen, etwas ueber Deinen Ecuador-Aufenthalt zu lernen, ganz besonders auch ueber den Besuch Deiner Familie.
Wir freuen uns rieisig, dass es Dir gut zu gehen scheint. Jetzt hoffen wir, Dich auch in New York begruessen zu koennen. Gibt es eine Chance, dass Du ueber NYC nach Hause fliegst? Es waere schoen. Bitte lass es uns wissen.
Viel Spass noch in Deinen letzten Wochen / Monaten? Gitti und Juergen
Hallo hannah!
Habs nun auch mal geschafft, deinen Blog zu lesen und bin mal wieder sehr sehr neidisch!!! Wann kommst du überhaupt zurück? kommst du überhaupt zurück?? ;-)
drück dich ganz feste und hoffentlich gehn wir dann irgendwann mal n kaffee trinken:-)
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