Unser Trip nach Cuenca und Vilcabamba war gleichzeitig auch unsere Abschlussreise mit der Abelina. Die hat uns kurz im Anschluss leider verlassen und ist nach 9 Monaten zurueck nach Oesterreich gekehrt.
Der Abschied war sehr traurig und hat uns schonmal einen Vorgeschmack auf unsere Rueckkehr nach Deutschland gegeben. Nachdem sie weg war, spuerten Lydia und ich erstmal eine Leere neben uns, da wir drei soviel zusammen gemacht und erlabt hatten. Aber so wie der Alltag schnell unser Abelinchen zurueck hatte ging auch unser Leben in Ecuador weiter.
Da kam dann zum Beispiel unser Abschlusscamp in Tonsupa an der Kueste. Im Gegensatz zu unserem Midtermcamp war unser Programm sehr entspannt und wir hatten viel Freizeit, um an den Strand und tanzen zu gehen. Unsere Mentorin Gina war auch immer mit dabei und wir hatten viel Spass zusammen.
Im Anschluss ans Camp kam dann leider ein bisschen Chaos in unser Hostcommittee. Unsere Mentorin hat bei Fevi gekuendigt und wird als Chefin ein neues ICJA-Buero in Quito aufmachen.
Das ist fuer euch alles wahrscheinlich nicht so interressant, aber als Reaktion darauf hat die Praesidentin von Fevi angefangen Terrormails zu schreiben und unsere Handyvertraege zu kuendigen. Seitdem sind wir alle nicht mehr so gut auf sie zu sprechen und jeder, der sie trifft und ihr widerspricht, den schreit sie an.
Ein kleiner Ausflug ging im Juni mit der Woraphan nach Salinas, einem kleinen Bergdoerfchen in den Anden.
Ausser unglaublicher Kaelte konnte man dort auf 3350m Hoehe viel Kaese, Schokolade und Marmelade kaufen und deren Herstellung beobachten. Nach einem Schokoeinkauf haben wir uns vor unseren Kamin im Hostel gesetzt und geschmaust.
Ja und so wie ihr bestimmt alle im Juli im EM-Fieber ward waren wir das natuerlich auch und zusaetzlich hat bei uns noch ein Team von Quito ganz weit vorne im Copa Libertadores gespielt. Viele Nachmittage wurden somit in Kneipen in Quito, fussballschauend verbracht.
Nachdem Deutschland bedauerlicherweise in der EM verloren hatte, konnte nur noch auf LIGA Quito gehofft werden. Und siehe da.... an dem Abend, als wir nach Peru aufgebrochen sind hat Liga gegen Fluminense Brasilien im Elfmeterschiessen gewonnen. Da war dann erstmal fuer 2 Tage Party und wir sind in den Bus gestiegen.
Vor dem Fussballsieg kamen jedoch noch ganz viele traurige Abschiede und die Graduation von meinem Gastbruder. Trotz trauriger und bedrueckender Stimmung hiess das feiern, feiern ohne Ende und ich war erstaunt woher mein Koerper immer wieder Energie schoepfen konnte. Obwohl uns der Abschied vor unserer Reise schon sehr schwergefallen ist, war es doch gut, dass wir losgekommen sind und ein wenig Abstand zu all dem bekommen haben.
Und von der grossen Reise, die jetzt schon fast zu Ende ist, hoert ihr dann beim naechsten Mal. Wahrscheinlich schon aus Deutschland.
Ich hoffe ihr hattet ein wenig Freude an meinen Berichten und sie waren nicht all zu trocken.
Ein Fazit ueber mein Jahr in Ecuador kommt vielleicht nochmal und wenn nicht dann fragt ihr mich einfach in drei Wochen danach. Aber ihr koennt jetzt schon sicher sein, dass es ein positives sein wird. Vielleicht, weil einem nur die positiven Dinge im Gedaechniss bleiben, vielleicht auch, weil man aus allem etwas Positives ziehen kann.
Bis dahin ihr Lieben. Ich freu mich schon ganz unheimlich auf euch und ich hoffe ihr wisst mich von Ecuadorheimweh abzulenken.
Sonntag, 27. Juli 2008
Mittwoch, 9. Juli 2008
Reisen
Ja meine Lieben nun ist schon mein letzter Monat auf diesem anderen Kontinent fuer mich angebrochen.
Zur Zeit befinde ich mich in Peru auf Reisen mit meiner Freundin Lydia, die mich auch waehrend meines ganzen Ecuadoraufenthaltes begleitet hat. Gemeinsam haben wir unser Jahr begonnen und zusammen werden wir es mit unserer Reise und unserem gemeinsamen Heimflug beenden.
Von dieser Tour erfahrt ihr dann in meinem naechsten Bericht. Heute wollte ich euch noch von meinen Unternehmungen nach dem Besuch meiner Familie berichten.
Zunaechst war da einmal die Besteigung des 5897m hohen Cotopaxi. Der Cotopaxi ist der zweithoechste Berg Ecuadors und meiner Meinung nach der hoechste freistehende Vulkan der Erde. Wikipedia sagt einer der hoechsten, naja....
Ganz bestiegen haben wir den Guten natuerlich nicht, aber bis 4900m haben wir es schon geschafft. Hoeher bin ich in meinem Leben bis jetzt auch noch nicht gekommen.
Die Tour begann auf 4500m an einem Parkplatz. Von dort sind wir dreihundert Meter zu einer Schutzhuette gewandert. Man sollte meinen, dass 300m nichts sind, aber auf dieser Hoehe rast einem das Herz bei jedem Schritt und man hat ein Gefuehl, als haette man einen langen Sprinnt hinter sich. Oben angekommen geht es einem dann aber wieder wunderbar und man fuehlt sich einfach toll=) Nach einem Imbiss wollten wir eigentlich zu den Gletschern krackseln, aber leider war der Schnee zu schlecht und wir haetten eine Ausruestung zum Vorankommen gebraucht. Mich hat das nicht weiter gestoert, da das Laufen wirklich anstrengend war. Es ist mir schleierhaft wie man die ganzen 5897m wirklich besteigen kann.
Genug von Metern kommen wir zur schoensten Stadt Ecuadors. CUENCA.
Dort bin ich mit dem Abelinchen hingereist.
Cuanca liegt schon ziemlich im Sueden des Landes und ist eine der wenigen Staedte, in denen noch viele Colonialbauten erhalten geblieben sind.
Drei Tage haben wir in dieser huebschen Stadt, s. Fotos, verbracht und sind von dort aus nach Vilcabamba aufgebrochen.
Nochmal weiter im Sueden ist dies der Ort der ewigen Jugend. Die Menschen werden dort bis zu 120 Jahre alt. Die einen sagen, dass dies an der guten Bergluft liegt, die anderen schwoeren auf das gute organischen Essen. Wahrscheinlich ist es beides.
Das kleine Oertchen, eigebettet zwischen den gruenen Bergen ist aber auch einfach sehr tranquilo und relaxed.
Wir, Lydia, Christina, Abelina und ich haben bei zwei Bayern in einem traumhaften Hostal gewohnt, welches einen herrlichen Blick ueber das ganze Tal hatte.
Highlight unserer Tour war ein Ausritt in die nahegelegenen Berge. Zu Pferd ging es steil hinauf und uns war zum Teil Angst und Bange, ob die Pferde es bis ganz nach oben schaffen wuerden. Passender Weise hatte es tags zuvor geregnet, sodass der Weg ganz schlammig war und die Pferde knietief im Boden eingesackt sind. Trotz aller Strapazen sind wir heil am Gipfel angekommen. Da wir uns ja noch nicht genug angestrengt hatten, hat unser Guide uns ein einhalb Stunden zu einem Wasserfall und zurueck gefuehrt. Teilweise auf allen Vieren sind wir den Hang hoch und runter geklettert. Halt gab es nur an Wurzeln und Grashalmen, die einen dann auch mal im Stich gelassen haben...
Unser Abstieg auf dem Pferderuecken war dann aber um so toller. Die Tiere kannten den Weg ganz genau und wussten im richtigen Augenblick los zu galoppieren. Wenn es zu ploetzlich losging konnte man sich nur noch ducken, damit einem nicht der Kopf oder Hut von herunterhaengenden Aesten abgerissen wurde. Im wilden Galopp ging es so den Berg hinab, am Fluss entlang und in den Ort hineinen.
Als Belohnung hat im Hostal eine Massage auf uns alle gewartet. Obwohl sie herrlich erfrischend war, hat ihre Wirkung leider nicht bis zum naechsten Tag angehalten und wir sind mit schmerzenden Gliedern am Morgen aufgewacht.
So habt ihr wohl erstmal genug zu lesen und ich versuche mich bis zum naechsten Mal zu erinnern, was sonst noch so bei mir los war:)
Zur Zeit befinde ich mich in Peru auf Reisen mit meiner Freundin Lydia, die mich auch waehrend meines ganzen Ecuadoraufenthaltes begleitet hat. Gemeinsam haben wir unser Jahr begonnen und zusammen werden wir es mit unserer Reise und unserem gemeinsamen Heimflug beenden.
Von dieser Tour erfahrt ihr dann in meinem naechsten Bericht. Heute wollte ich euch noch von meinen Unternehmungen nach dem Besuch meiner Familie berichten.
Zunaechst war da einmal die Besteigung des 5897m hohen Cotopaxi. Der Cotopaxi ist der zweithoechste Berg Ecuadors und meiner Meinung nach der hoechste freistehende Vulkan der Erde. Wikipedia sagt einer der hoechsten, naja....
Ganz bestiegen haben wir den Guten natuerlich nicht, aber bis 4900m haben wir es schon geschafft. Hoeher bin ich in meinem Leben bis jetzt auch noch nicht gekommen.
Die Tour begann auf 4500m an einem Parkplatz. Von dort sind wir dreihundert Meter zu einer Schutzhuette gewandert. Man sollte meinen, dass 300m nichts sind, aber auf dieser Hoehe rast einem das Herz bei jedem Schritt und man hat ein Gefuehl, als haette man einen langen Sprinnt hinter sich. Oben angekommen geht es einem dann aber wieder wunderbar und man fuehlt sich einfach toll=) Nach einem Imbiss wollten wir eigentlich zu den Gletschern krackseln, aber leider war der Schnee zu schlecht und wir haetten eine Ausruestung zum Vorankommen gebraucht. Mich hat das nicht weiter gestoert, da das Laufen wirklich anstrengend war. Es ist mir schleierhaft wie man die ganzen 5897m wirklich besteigen kann.
Genug von Metern kommen wir zur schoensten Stadt Ecuadors. CUENCA.
Dort bin ich mit dem Abelinchen hingereist.
Cuanca liegt schon ziemlich im Sueden des Landes und ist eine der wenigen Staedte, in denen noch viele Colonialbauten erhalten geblieben sind.
Drei Tage haben wir in dieser huebschen Stadt, s. Fotos, verbracht und sind von dort aus nach Vilcabamba aufgebrochen.
Nochmal weiter im Sueden ist dies der Ort der ewigen Jugend. Die Menschen werden dort bis zu 120 Jahre alt. Die einen sagen, dass dies an der guten Bergluft liegt, die anderen schwoeren auf das gute organischen Essen. Wahrscheinlich ist es beides.
Das kleine Oertchen, eigebettet zwischen den gruenen Bergen ist aber auch einfach sehr tranquilo und relaxed.
Wir, Lydia, Christina, Abelina und ich haben bei zwei Bayern in einem traumhaften Hostal gewohnt, welches einen herrlichen Blick ueber das ganze Tal hatte.
Highlight unserer Tour war ein Ausritt in die nahegelegenen Berge. Zu Pferd ging es steil hinauf und uns war zum Teil Angst und Bange, ob die Pferde es bis ganz nach oben schaffen wuerden. Passender Weise hatte es tags zuvor geregnet, sodass der Weg ganz schlammig war und die Pferde knietief im Boden eingesackt sind. Trotz aller Strapazen sind wir heil am Gipfel angekommen. Da wir uns ja noch nicht genug angestrengt hatten, hat unser Guide uns ein einhalb Stunden zu einem Wasserfall und zurueck gefuehrt. Teilweise auf allen Vieren sind wir den Hang hoch und runter geklettert. Halt gab es nur an Wurzeln und Grashalmen, die einen dann auch mal im Stich gelassen haben...
Unser Abstieg auf dem Pferderuecken war dann aber um so toller. Die Tiere kannten den Weg ganz genau und wussten im richtigen Augenblick los zu galoppieren. Wenn es zu ploetzlich losging konnte man sich nur noch ducken, damit einem nicht der Kopf oder Hut von herunterhaengenden Aesten abgerissen wurde. Im wilden Galopp ging es so den Berg hinab, am Fluss entlang und in den Ort hineinen.
Als Belohnung hat im Hostal eine Massage auf uns alle gewartet. Obwohl sie herrlich erfrischend war, hat ihre Wirkung leider nicht bis zum naechsten Tag angehalten und wir sind mit schmerzenden Gliedern am Morgen aufgewacht.
So habt ihr wohl erstmal genug zu lesen und ich versuche mich bis zum naechsten Mal zu erinnern, was sonst noch so bei mir los war:)
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