Nach unserer Kuestentour, die ich uebrigens mit Lydia und Abelina unternommen hatte, war das naechste grosse Ereignis Karneval. Karneval ist hier nicht nur ein Wochenende, sondern fast ein ganzer Monat bis zum 6. Februar. Die ganze Festzeit muss man auf der Strasse aufpassen nicht von Kindern oder anderen Menschen mit Wasserbomben oder Mehl beschmissen zu werden. Am letzten Wochenende ist man als Gringa gar nicht mehr sicher. Lydia und ich haben zwei Tage lang mit unseren Familien Karneval gespielt und waren die ganze Zeit nass und hatten Mehl in den Haaren kleben. Mir hat's total viel Spass gemacht mir mit den Kindern und Erwachsenen Wasserschlachten zu liefern, aber war am Ende auch froh wieder gelassen durch die Strassen laufen zu koennen.
Ansonsten habe ich im neuen Jahr mein Projekt gewechselt und arbeite nun zwei Tage in der Woche in einem Gemuesegarten. Der Garten gehoert zu dem Kindergarten, den unsere Organisation baut, und das Gemuese wird fuer das Essen der Kinder verwendet werden.
Im Moment sind wir noch dabei Gemuese zu saeen bzw. zu pflanzen und ein Gewaechshaus zu bauen. Wir haben eine Koordinator, der uns mit seinem Wissen helfen soll. Leider ist sein architektonisches Wissen nicht so doll und so sind wir nach einer Woche immer noch nicht damit fertig das Geruest des Hauses aufzubauen. Naja, aber in Ecuador dauert ja alles ein wenig laenger und mir gefaellt die Arbeit in der Natur und an der frischen Luft unglaublich gut. Es hat etwas sehr Entspannendes und Meditatives an sich, was ich nie erwartet haette.
Dieses Wochenende war ich mit Abelina und Raja im Dschungel. Donnerstagnacht gings von Quito aus mit dem Bus los. Nach sieben Stunden Busfahrt mussten wir dann nochmal 3 Stunden mit einem Kleinbuss und 2 Stunden mit einem Kanu fahren, um zu unseren Cabañas im Dschungel zu gelangen. Die Fahrt mit dem Kanu war aber schon unglaublich beeindruckend. Wir haben eine Schlange gesehen und einen Baum voller kleiner Herr Nielson Affen. Die Flussufer sind einem immer ganz nah und die Dschungelgeraeusche unbeschreiblich schoen.
In der Lodge gab es ein tolles Abendessen und anschliessend sind wir mit dem Kanu aufgebrochen, um uns den Sonnenuntergang anzuschauen und nach Anakondas zu suchen. Die haben wir leider die ganze Tour nicht gesehen, weil vor allem die Weibchen zu dieser Zeit gut versteckt mit ihrem Nachwuchs sind.
Am Samstag waren wir drei Stunden im Dschungel wandern und Nachmittags Piranhas angeln.
Das war ein wenig absurd, da wir die Fische aus dem See geangelt haben und anschliessend wieder zurueckgeworfen haben. Manchmal hat der Haken das Auge eines Fisches erwischt und somit dessen leben beendet, da ein blutender Fisch im Wasser Futter fuer weitere Piranhas darstellt.
Nachts waren wir auf einer weiteren Wanderung, auf der wir einen Babyaligatoren gefunden haben. Als er dann anfing nach seiner Mutter zu rufen, war ich doch etwas beunruhigt, ob diese gleich auftauchen wuerde, um uns zu vernaschen. Zum Glueck ist uns aber nichts passiert:)
Sonntags haben wir eine Gemeinde besucht, die direkt am Flussufer lebt, und mit ihnen Yucafladenbrot ueber dem Feuer gemacht. Das war sehr interessant zu beobachten und hat auch gut geschmeckt. Anschliessend hat uns noch ein Schamane seine medizinischen Pflanzen gezeigt und uns gesegnet.
Montag war schon unser letzter Tag und wir haben uns auf den langen Heimweg gemacht. Auf der Busfahrt zurueck nach Quito wurden wir zweimal angehalten um unsere Paesse vorzuzeigen und unsere Handtaschen durchwuehlen zu lassen. Ich weiss nicht genau wonach sie gesucht haben, aber unsere Rucksaecke im Bus haben sie sich schlauer Weise nicht angeschaut.
Ja und nun bin ich wieder zu Hause und der Alltag geht weiter. Vielleicht werde ich im April fuer einen Monat auf eine Organic Farm gehen, um mal ganz ohne Voluntaere zu sein und um mein Spanisch zu verbessern. Mal schaun was sich so ergibt.
Ich hoffe euch geht es allen gut.
Bis bald
Eure Hannah
Mittwoch, 20. Februar 2008
Dienstag, 12. Februar 2008
Ruta del sol
am 26.12. sind wir also nachts aufgebrochen und haben uns auf den weg nach guayaquil gemacht. guayaquil liegt schon recht im sueden von ecuador und ist dessen groesste stadt, d.h. mit den meisten einwohnern. wenn in den nachrichten von einbruechen oder morden berichtet wird ist das auch meistens dort.
5 tage haben wir in dieser weniger huebschen stadt verbracht und uns von den weihnachtsfeierlichkeiten erholt. das es uns dort so lange gehalten hat lag daran, dass wir kostenlos bei zwei praktikanten des deutschen colegios wohnen konnten, die eine grosse wohnung mit pool hatten. wenn wir nicht gerade im park der leguane oder auf dem malecón flanieren waren haben wir unsere zeit dort verbracht und entspannt. der malecón 2000 ist die uferpromenade guayaquils zum fluss guayas und erinnert ein wenig an die strandpromenade in barcelona. von dort aus geht es dann weiter in den stadtteil peñas, der wie es scheint eigens fuer die touristen angelegt worden ist. die haeuser sind ganz bunt gemalt und man bewegt sich auf einem vorgeschriebenen weg 500 stufen den berg hinauf. wenn man vom weg abgeht stoesst man auf tore oder polizisten, die einen daran hindern weiter zu gehen und hinter die haeuser zu gucken. dort wuerde man naemlich sehen, dass die menschen in diesem teil genauso arm sind wie ueberall in der stadt.
von guayaquil aus sind wir auf der ruta del sol, der kuestenstrasse im sueden ecuadors, nach montañita gefahren. dort im wilden surfer town wollten wir silvester verbringen. da dieser ort ¨the place to be¨ fuer new years sein sollte, war er mit touris ueberfuellt und wir hatten glueck noch ein hostal fuer bescheidene 25$ die nacht zu bekommen. normalerweise kostet das hostal 8$ die nacht, aber zu silvester wurden alle preise unheimlich angehoben.
unsere silvesternacht begann mit einem cuba libre auf unserem balkon mit blick aufs meer. von dort sind wir dann an den strand und haben an den baboo bars cocktails getrunken und im sand getanzt. das silvester feuerwerk ging dann schon 5 minuten zu frueh hoch und so haben wir unseren eigenen countdown gezaehlt und sind dann ins meer gerannt, um das neue jahr wilkommen zu heissen. das war bis dahin schon mal ein toller abend und mehr als ich erwartet hatte, da meine erinnerungen an silvesterfeiern nicht alle so berauschend waren.
nachdem wir uns umgezogen hatten ging es weiter tanzen in einen club, wo sie nur elektronische musik gespielt haben. dort haben wir dann bis die sonne um 7 uhr aufging getanzt.
am strand den jahresbeginn so relaxed zu feiern hat mir total gut gefallen und war ein highlight unserer tour.
von montañita aus sind wir weiter in den norden nach puerto lopez gefahren.
dort haben wir wieder in einer super suessen bambushuette gewohnt und jeden morgen mit blick auf den strand und das meer gefruehstuckt.
das wetter war leider nicht so gut, aber man will es kaum glauben, wir alle drei haben an einem tag strand mit ganz bedecktem himmel einen mega dollen sonnenbrand bekommen, der uns die naechsten naechte nicht hat schlafen lassen.
an einem regnerischen tag habe wir eine tour auf die isla de la plata gemacht, um schildkroeten, blaufusstoelpel und robben zu beobachten. die insel wird auch galapagos fuer arme genannt, weil auch einheimische sich so eine tour leisten koennen. wir haben leider ausser den toelpeln, einer schildkroete und ein paar bunten fischen nicht so viel gesehen, was aber auch mit dem wetter zusammengehangen haben koennte. ich hoffe aber, dass unsere galapagos tour ein wenig eindrucksvoller werden wird.
puerto lopez ist ein kleines fischerdoerfchen und hat seinen ganz eigenen charme. im gegensatz zu montañita ist es wieder ganz ecuadorianisch und touristen verirren sich nur fuer die touren in den national park dorthin. uns hat es aber sehr gut gefallen und wir haben jeden abend leckere fischgerichte gegessen.
nach unserer 10 taegigen tour mussten wir leider wieder in richtung quito aufbrechen und wir waren alles sehr traurig das meer zu verlassen. wenn man am meer aufgewachsen ist, merkt man doch wie sehr man es nach einiger zeit vermisst.
unsere silvesternacht begann mit einem cuba libre auf unserem balkon mit blick aufs meer. von dort sind wir dann an den strand und haben an den baboo bars cocktails getrunken und im sand getanzt. das silvester feuerwerk ging dann schon 5 minuten zu frueh hoch und so haben wir unseren eigenen countdown gezaehlt und sind dann ins meer gerannt, um das neue jahr wilkommen zu heissen. das war bis dahin schon mal ein toller abend und mehr als ich erwartet hatte, da meine erinnerungen an silvesterfeiern nicht alle so berauschend waren.
nachdem wir uns umgezogen hatten ging es weiter tanzen in einen club, wo sie nur elektronische musik gespielt haben. dort haben wir dann bis die sonne um 7 uhr aufging getanzt.
am strand den jahresbeginn so relaxed zu feiern hat mir total gut gefallen und war ein highlight unserer tour.
von montañita aus sind wir weiter in den norden nach puerto lopez gefahren.
dort haben wir wieder in einer super suessen bambushuette gewohnt und jeden morgen mit blick auf den strand und das meer gefruehstuckt.
das wetter war leider nicht so gut, aber man will es kaum glauben, wir alle drei haben an einem tag strand mit ganz bedecktem himmel einen mega dollen sonnenbrand bekommen, der uns die naechsten naechte nicht hat schlafen lassen.
an einem regnerischen tag habe wir eine tour auf die isla de la plata gemacht, um schildkroeten, blaufusstoelpel und robben zu beobachten. die insel wird auch galapagos fuer arme genannt, weil auch einheimische sich so eine tour leisten koennen. wir haben leider ausser den toelpeln, einer schildkroete und ein paar bunten fischen nicht so viel gesehen, was aber auch mit dem wetter zusammengehangen haben koennte. ich hoffe aber, dass unsere galapagos tour ein wenig eindrucksvoller werden wird.
puerto lopez ist ein kleines fischerdoerfchen und hat seinen ganz eigenen charme. im gegensatz zu montañita ist es wieder ganz ecuadorianisch und touristen verirren sich nur fuer die touren in den national park dorthin. uns hat es aber sehr gut gefallen und wir haben jeden abend leckere fischgerichte gegessen.
nach unserer 10 taegigen tour mussten wir leider wieder in richtung quito aufbrechen und wir waren alles sehr traurig das meer zu verlassen. wenn man am meer aufgewachsen ist, merkt man doch wie sehr man es nach einiger zeit vermisst.
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