Dienstag, 12. Februar 2008

Ruta del sol

am 26.12. sind wir also nachts aufgebrochen und haben uns auf den weg nach guayaquil gemacht. guayaquil liegt schon recht im sueden von ecuador und ist dessen groesste stadt, d.h. mit den meisten einwohnern. wenn in den nachrichten von einbruechen oder morden berichtet wird ist das auch meistens dort.

5 tage haben wir in dieser weniger huebschen stadt verbracht und uns von den weihnachtsfeierlichkeiten erholt. das es uns dort so lange gehalten hat lag daran, dass wir kostenlos bei zwei praktikanten des deutschen colegios wohnen konnten, die eine grosse wohnung mit pool hatten. wenn wir nicht gerade im park der leguane oder auf dem malecón flanieren waren haben wir unsere zeit dort verbracht und entspannt. der malecón 2000 ist die uferpromenade guayaquils zum fluss guayas und erinnert ein wenig an die strandpromenade in barcelona. von dort aus geht es dann weiter in den stadtteil peñas, der wie es scheint eigens fuer die touristen angelegt worden ist. die haeuser sind ganz bunt gemalt und man bewegt sich auf einem vorgeschriebenen weg 500 stufen den berg hinauf. wenn man vom weg abgeht stoesst man auf tore oder polizisten, die einen daran hindern weiter zu gehen und hinter die haeuser zu gucken. dort wuerde man naemlich sehen, dass die menschen in diesem teil genauso arm sind wie ueberall in der stadt.

von guayaquil aus sind wir auf der ruta del sol, der kuestenstrasse im sueden ecuadors, nach montañita gefahren. dort im wilden surfer town wollten wir silvester verbringen. da dieser ort ¨the place to be¨ fuer new years sein sollte, war er mit touris ueberfuellt und wir hatten glueck noch ein hostal fuer bescheidene 25$ die nacht zu bekommen. normalerweise kostet das hostal 8$ die nacht, aber zu silvester wurden alle preise unheimlich angehoben.
unsere silvesternacht begann mit einem cuba libre auf unserem balkon mit blick aufs meer. von dort sind wir dann an den strand und haben an den baboo bars cocktails getrunken und im sand getanzt. das silvester feuerwerk ging dann schon 5 minuten zu frueh hoch und so haben wir unseren eigenen countdown gezaehlt und sind dann ins meer gerannt, um das neue jahr wilkommen zu heissen. das war bis dahin schon mal ein toller abend und mehr als ich erwartet hatte, da meine erinnerungen an silvesterfeiern nicht alle so berauschend waren.
nachdem wir uns umgezogen hatten ging es weiter tanzen in einen club, wo sie nur elektronische musik gespielt haben. dort haben wir dann bis die sonne um 7 uhr aufging getanzt.
am strand den jahresbeginn so relaxed zu feiern hat mir total gut gefallen und war ein highlight unserer tour.
von montañita aus sind wir weiter in den norden nach puerto lopez gefahren.
dort haben wir wieder in einer super suessen bambushuette gewohnt und jeden morgen mit blick auf den strand und das meer gefruehstuckt.
das wetter war leider nicht so gut, aber man will es kaum glauben, wir alle drei haben an einem tag strand mit ganz bedecktem himmel einen mega dollen sonnenbrand bekommen, der uns die naechsten naechte nicht hat schlafen lassen.
an einem regnerischen tag habe wir eine tour auf die isla de la plata gemacht, um schildkroeten, blaufusstoelpel und robben zu beobachten. die insel wird auch galapagos fuer arme genannt, weil auch einheimische sich so eine tour leisten koennen. wir haben leider ausser den toelpeln, einer schildkroete und ein paar bunten fischen nicht so viel gesehen, was aber auch mit dem wetter zusammengehangen haben koennte. ich hoffe aber, dass unsere galapagos tour ein wenig eindrucksvoller werden wird.
puerto lopez ist ein kleines fischerdoerfchen und hat seinen ganz eigenen charme. im gegensatz zu montañita ist es wieder ganz ecuadorianisch und touristen verirren sich nur fuer die touren in den national park dorthin. uns hat es aber sehr gut gefallen und wir haben jeden abend leckere fischgerichte gegessen.
nach unserer 10 taegigen tour mussten wir leider wieder in richtung quito aufbrechen und wir waren alles sehr traurig das meer zu verlassen. wenn man am meer aufgewachsen ist, merkt man doch wie sehr man es nach einiger zeit vermisst.



Keine Kommentare: